Musik: Danheim

Mike Schæfer Olsen aus Kopenhagen heißt der Mann, der mit Danheim ein äußerst produktives Nordic/Viking Folk-Projekt auf den Weg gebracht hat, das seit Anfang 2017 in atemberaubendem Tempo Singles und Alben veröffentlicht. Derzeit (Stand: Mai 2019) existieren, neben zahlreichen einzelnen Tracks, sechs Alben (plus eine EP), von denen im April 2018 sogar zwei parallel veröffentlicht wurden: „Herja“ und „Fridr“ mit jeweils 13 Liedern.
Das erste Album erschien seinerzeit im Mai 2017. Das Album „Munarvagr“ bestand aus 12 Songs und wurde bereits im November des gleichen Jahres von „Mannavegr“ mit insgesamt 15 Tracks gefolgt. Anfang Dezember 2018 erblickte dann „Runagaldr“ das Licht der Welt und wahrscheinlich werde ich diesen Artikel im Frühjahr nächsten Jahres wieder überarbeiten müssen, um ein weiteres Album in die Aufzählung einzureihen. Edit: Richtig gedacht! Im März 2019 erschien „Hringrás“ als sechstes Album.

 

Logo Danheim

 

Stilistisch geht Danheim, wie schon erwähnt, in die Nordic/Viking Folk-Schiene. Dabei bedient sich Mike, neben den klassischen Instrumenten (Tagelharpa, Trommel, etc.), der modernen Technik, wie Computersounds und Samples. Er schreibt selbst recht treffend über seine Musik:

 

A Danish viking music project, inspired by old scandinavian instruments

and sounds blended with modern ways to enchance the experience and sound.

 

Thematisch geht es bei Danheim um die Nordische Mythologie, Wikinger und dänische Folklore, wobei die Produktion dabei stets erstklassig ist. Zum Teil hört man fast technoartige Rhythmen, dann wieder etwas sphärischere Klangwelten bis hin zu treibenden Rhythmen auch mal mit Gesangsparts von Sigurboði Grétarsson, der regelmäßig auf Danheim-Alben zu hören ist. Manch einer sagt, dass Danheim „straighter“ als Wardruna klingt, was vielleicht am grundsätzlichen vorhandenen Trommel-Rhythmus und den kürzeren Songs liegen mag.

Mir persönlich fällt es dabei schwer, einzelne Highlights aus den Alben zu nennen, da die Ähnlichkeit der Songs und die hohe Schlagzahl an Veröffentlichungen einem irgendwie die Möglichkeit nimmt, das Projekt auf sich wirken zu lassen und einzelnen Tracks die nötige Aufmerksamkeit zu widmen. Ohnehin besteht meines Erachtens die Gefahr, dass hier am Ende das Pendel Richtung Masse statt Klasse ausschlägt. Mike Schæfer Olsen macht sich ohne Zweifel eine Menge Arbeit, bedient sämtliche Social-Media-Kanäle, bietet Merchandise (Shirts, Poster, etc.) an und scheint obendrein ein sehr freundlicher Typ zu sein, dem ich jeden Erfolg wünsche. Dennoch glaube ich, dass er es zu schnell angeht und vielleicht mit mehr Zeit für weniger Songs mehr Tiefe erreichen würde (wie Ludvig von Forndom z.B.). Mike sieht das mit Sicherheit anders und seine Fans (inzwischen ca. 33.000 bei Facebook) verständlicherweise wohl auch.

Live-Shows?

Live-Auftritte sind übrigens nicht geplant, was Mike Anfang 2018 auf seiner Facebook-Seite damit begründete, dass dies nie Ziel des Projekts gewesen und somit auch nicht vorgesehen sei. Weiter schrieb er, dass Live-Auftritte einiges an Aufwand und Proben bedeuten würde, wozu ihm u.a. die Lust fehle. Anfragen habe es aus der ganzen Welt gegeben, was ich mir angesichts des momentanen Hypes um Serien, wie z.B. VIKINGS durchaus vorstellen kann.

 

Danheim bei Facebook.
Danheim beim Bandcamp.
Danheims Homepage.

 

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