Musik: Danheim

Mike Schæfer Olsen aus Kopenhagen heißt der Mann, der mit Danheim ein äußerst produktives Nordic/Viking Folk-Projekt auf den Weg gebracht hat, das seit Anfang 2017 in atemberaubendem Tempo einzelne Lieder und Alben veröffentlicht. Derzeit (Stand: Januar 2021) existieren, neben zahlreicher einzelner Tracks, sieben Alben (plus die EP „Vega“), von denen im April 2018 sogar zwei parallel veröffentlicht wurden: „Herja“ und „Fridr“ mit jeweils 13 Liedern.
Aber der Reihe nach: Das erste Album erschien im Mai 2017. Das Album „Munarvagr“ bestand aus 12 Songs und wurde bereits im November des gleichen Jahres von „Mannavegr“ mit insgesamt 15 Tracks gefolgt. Anfang Dezember 2018 erblickte dann „Runagaldr“ das Licht der Welt und im März 2019 erschien „Hringrás“ als sechstes Album. Das aktuelle Album Nummer sieben, das „Skapanir“ heißt, erschien schließlich im März 2020. Eine ganze Menge Musik für gerade einmal vier Jahre.

 

Logo Danheim

 

Stilistisch geht Danheim, wie schon erwähnt, in die Nordic/Viking Folk-Schiene. Dabei bedient sich Mike, neben den klassischen Instrumenten (Tagelharpa, Trommel, etc.), moderner Technik, wie Computersounds und Samples. Er schreibt selbst recht treffend über seine Musik:

 

A Danish viking music project, inspired by old scandinavian instruments
and sounds blended with modern ways to enchance the experience and sound.

 

Thematisch geht es bei Danheim um die Nordische Mythologie, Wikinger und dänische Folklore, wobei die Produktion dabei stets absolut erstklassig ist. Zum Teil hört man fast technoartige Rhythmen, dann wieder sphärischere Klangwelten bis hin zu treibenden Rhythmen und hin und wieder auch Gesangsparts z.B. von Sigurboði Grétarsson, der regelmäßig auf Danheim-Alben zu hören ist. Manch einer sagt, dass Danheim „straighter“ als Wardruna klinge, was vielleicht am grundsätzlichen vorhandenen Trommel-Rhythmus und den kürzeren Songs liegen mag.

Mir persönlich fällt es dabei schwer, einzelne Highlights aus den Alben zu nennen, da die Ähnlichkeit der Songs und die hohe Schlagzahl an Veröffentlichungen einem irgendwie die Möglichkeit nimmt, das Projekt auf sich wirken zu lassen und einzelnen Tracks die nötige Aufmerksamkeit zu widmen. Ohnehin besteht meines Erachtens die Gefahr, dass hier am Ende das Pendel Richtung Masse statt Klasse ausschlägt. Mike Schæfer Olsen macht sich ohne Zweifel eine Menge Arbeit, bedient sämtliche Social-Media-Kanäle, bietet Merchandise (Shirts, Poster, etc.) an und scheint obendrein ein sehr freundlicher Typ zu sein, dem ich jeden Erfolg wünsche. Dennoch glaube ich, dass er es insgesamt etwas zu schnell angeht und vielleicht mit mehr Zeit für weniger Songs mehr Tiefe erreichen würde (siehe Ludvig von Forndom z.B.). Mike sieht das mit Sicherheit anders und seine Fans (inzwischen über 95.000 bei Facebook) wohl auch und der Erfolg ist ihm gewiss. Seine Musik hat es inzwischen auch in die Serie „VIKINGS“ geschafft, in der man sonst unter anderem auch die Musik von Wardruna und Runahild zu hören bekommt. Auch im Computerspiel „Assassin’s Creed Valhalla“ ist Danheim neben Wardruna zu hören.

Live-Shows?

Live-Auftritte sind bisher nicht geplant, was Mike Anfang 2018 auf seiner Facebook-Seite damit begründete, dass dies nie Ziel des Projekts gewesen und somit auch nicht vorgesehen sei. Weiter schrieb er, dass Live-Auftritte einiges an Aufwand und Proben bedeuten würde, wozu ihm u.a. die Lust fehle. Anfragen habe es aus der ganzen Welt gegeben, was ich mir angesichts des momentanen Hypes um Serien, wie z.B. VIKINGS, BARBARIANS, usw. problemlos vorstellen kann.

 

Danheim bei Facebook.
Danheim beim Bandcamp.
Danheims Homepage.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Verwandte Beiträge

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben