Die Nornen

Tiefer Glaube und volles Vertrauen in Urd (Altnordisch Urðr, „Schicksal/Vergangenheit“), Verdandi (Altnordisch Verðandi, „das Werdende“) und Skuld (Altnordisch Skuld, „das, was sein muss/soll“). Die Nornen. Ich liebe sie.

Als Schicksalsweberinnen sitzen sie am Fuße der Weltenesche Yggdrasil, wo auch die Götter Rat halten und sich selbigen, nebst Urteilen, bei den Nornen holen. Mit dem heiligen Wasser des Urdarbrunnens gießen die Nornen die Weltenesche jeden Tag, damit sie lebt, starkt bleibt und seinen Widersachern trotzen kann. Die Nornen weben die Geschicke der Götter und der Menschen. Sie weben die Fäden des Schicksals, die Frigg spinnt und schneiden sie auch ab. Uns Menschen bringen sie daher Heil und Unheil und definieren im Wyrd (Schicksal) unsere Lebenszeit. Erblickt ein Kind das Licht der Welt, so sind auch die Nornen anwesend und geben dem neuen Menschen sein Schicksal auf.

Übrigens: Der erste Muttermilch wurde einst Nornengrütze genannt. Man sagt, die Mütter opferten sie seinerzeit den Nornen, um sie milde zu stimmen.

 

Die Nornen Urd, Werdanda und Skuld unter der Weltenesche Yggdrasil
Die Nornen Urd, Werdanda und Skuld unter der Weltenesche Yggdrasil von Ludwig Burger (1882, gemeinfrei)

 

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