Musik: Heilung veröffentlichen „Futha“

Heilung. Christopher Juul, Maria Franz und Kai Uwe Faust.

Heilung aus Dänemark melden sich mit ihrem zweiten Studioalbum „Futha“ zurück, was ich natürlich nicht unerwähnt lassen wollte. Inzwischen gibt es ja einige Künstler und Gruppen, die sich einer Musik mit heidnischem Kontext verschrieben haben. Sie alle zu nennen, zu beobachten und ständig auf dem neuesten Stand zu sein, ist dabei kaum möglich. Daher beschränke ich mich in meinem Blog auf meine persönlichen musikalischen Perlen, und selbst das kann schon stressig werden, will man keinen geschätzten Künstler auslassen.
Heilung ist so eine Perle und ich hatte bereits HIER einen kleinen Blogeintrag über die Band und ihre Musik geschrieben. Nach dem 2015 erschienen Album „Ofnir“ und dem 2017 gefolgten Live-Album „Lifa“, war es nun soweit: „Futha“ kam am 29.06.2019 auf den Markt. Vorab wurde das neue Album schon medial recht wirksam angekündigt und mit Vorabveröffentlichungen zweier Tracks („Norupo“ und „Traust“) machte man die Fans durchaus neugierig. Denn spätestens seit dem Auftritt beim Castlefest 2017 (wo auch das Live-Album aufgezeichnet wurde) ging es für Heilung steil bergauf und die Fangemeinde wuchs rasant. Auftritte auf namhaften Festivals, wie dem Wacken Open Air, Graspop Metal Meeting, Summer Breeze, Roskilde Festival, Hellfest usw. befeuerten diese Entwicklung.

Futha

Das Wort „Futha“ stammt von einem Artefakt, dessen Bedeutung immer noch kontrovers diskutiert wird. Selbst große Namen in der Runologie wie Düwel oder Heizmann können sich weder auf die Entschlüsselung, noch auf die Bedeutung der Beschreibung einigen. Das Wort ist in einem goldenen Brakteat aus Skåne (SE) eingraviert, das um 500-530 n. Chr. hergestellt und 1831 gefunden wurde.

Das Album wurde mit den gleichen archaischen Instrumenten eingespielt, wie „Ofnir“. So fanden wieder fließendes Wasser, (menschliche) Knochen, Schwerter, Schilde, alte Rahmentrommeln und Bronzeringe ihren Weg in den Aufnahmeraum. Ein eigens geschaffenes Studio „ohne Rechtecke“, das dem speziellen Sound der „Amplified History“ zugute kommen soll. Das Album selbst klingt in seinen musikalischen Teilen eingängiger und teils auch melodiöser. Die gesprochenen Parts sind mitunter wieder recht verschieden. Von aggressiv oder guttural geschrien bis entspannt normal gesprochen ist alles dabei. Bei den Liedern sticht für mich „Traust“ heraus. Melodiös, toll gesungen von Maria und wirklich zum sich fallen lassen. Auch „Othan“ (das man bereits vom Live-Album kennt), „Norupo“ und „Svanrand“ sind einfach tolle, berührende Stücke, die man vielleicht auch einer Person vorspielen kann, die mit dieser Art von Musik bisher nicht so viel anfangen konnte oder der Heilungs Musik grundsätzlich zu „anstrengend“ ist.

Die Band beschreibt das Album als weiblichen Gegenpart zum männlichen Erstlingswerk mit den Worten:

    Ofnir war ein maskulines Album über Kampf, Zorn und Wut. Futha ist das Gegenstück, der Gleichgewichtspunkt, die weibliche Seite. Die große Heilkraft der sexuellen Magie und der weiblichen, wilden Kraft wird in Futha wachgerufen. Diejenigen, die bei einer Geburt anwesend waren oder Löwinnen jagen gesehen haben, kennen diesen Geist.

 

Für 2019 ist eine Tour durch Europa geplant und natürlich sind auch einige Stopps in Deutschland dabei. Die genauen Tourdaten findet ihr HIER.

Eine tolle Reportage des Deutschlandfunks über die Band und Schamanismus in der Popkultur findet ihr übrigens HIER.

 

Hier könnt ihr euch das Album kostenlos anhören:

 

 

 

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