Neu im Bücherregal: „Der gebundene Mondkalender der Germanen“

Neuer Lesestoff und ein tolles Nachschlagewerk: Der gebundene Mondkalender der Germanen von Andreas E. Zautner. Die Diskussionen um das Datum der heidnischen Feiertage sind wohl so alt wie das Neuheidentum selbst. Diese Rekonstruktion nach antiken, mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Quellen kann da Aufklärung leisten.

 

Der gebundene Mondkalender der Germanen

 

In der Buchbeschreibung heißt es daher treffend:

   Ein jeder von uns ist bestens vertraut mit dem gregorianischen Kalender bei dem es sich um einen reinen Sonnenkalender handelt. Der Mond spielt dabei keinerlei Rolle für die Jahreszählung. Doch vor der Einführung der reinen Sonnenkalender benutzten in Europa sowohl Römer, Griechen als auch Gallier und Germanen gebundene Mond- oder Lunisolarkalender, bei denen der Mond der maßgebliche „Jahrzähler“ war. Dieses Buch stellt anhand von antiken, mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Literaturquellen die Charakteristika des gebundenen Mondkalenders der Germanen zusammen. Dieser gebundene Mondkalender hat nicht nur seine Spuren in alten Gesetzbüchern und den mythologischen Überlieferungen der Eddas und Sagas hinterlassen. Er wurde noch lange, bis in das 17. Jahrhundert hinein, parallel zur Berechnung von Jahreskreisfesten genutzt. Diese Jahreskreisfeste und die Festlichkeiten im Rahmen des achtjährigen Schaltzyklus (Oktaeteris) des gebundenen Mondkalenders bilden weitere Schwerpunkte des Buches. Exkurse über die antiken Kalender bringen die Ursprünge von bekannten Festen wie Weihnachten und Ostern zutage und zeigen damit die Verwurzelung unserer heutigen Kultur in der Vergangenheit.

 

Trotz des vermeintlich „trockenen“ Themas ist das Buch gut lesbar, da flüssig geschrieben und mit gut erklärender Bebilderung ausgestattet. Die zahlreichen Quellen bieten zudem faktenorientierte Erklärungen, die komplett auf jede Esoterik verzichten. Ein Buch nach aktuellem Forschungsstand, wie es auf dem deutschen Büchermarkt bislang komplett fehlte.

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