Besuch beim Osterräderlauf in Lügde

Nachdem ich hier bereits einiges über den Osterräderlauf Lügde geschrieben hatte, ging es 2018 nach Lügde, um sich das Spektakel einmal „live“ anzusehen. Bei frostigen 6° C konnte man sich bei musikalischer Unterhaltung, Getränken und gutem Essen den Tag vertreiben. Gegen 20 Uhr setzte die Dämmerung ein und man merkte sofort, dass mehr und mehr Menschen in Richtung des Berges strömten, von welchem die sechs Räder hinabrollen sollten. Jedes Mal, wenn ein Rad fertig mit Stroh gestopft war, feuerte eine Kanone vom Berg drei Schüsse ab, die den ein oder anderen durchaus zusammenzucken ließen. Mit der Dämmerung kamen nun auch die Kerzen und Fackeln entlang der Emmer, dem Fluss, der Lügde durchfließt, herrlich zur Geltung. Gegen halb neun wurde dann ein großes Feuer auf dem Berg entzündet, dass prachtvoll loderte und wunderschön den Sieg des Lichtes über die Dunkelheit symbolisierte.

Um 21 Uhr war es dann soweit: Das erste Rad rollte brennend schnurstracks geradeaus den Berg hinab. So auch Rad Nummer zwei. In Abständen von ca. 15 Minuten ließ man so alle sechs Räder ins Tal rollen, was die Zuschauer stets mit Applaus quittierten. Gegen 22 Uhr schloss man dann mit einem schönen Höhenfeuerwerk den Lauf ab.

Auch wenn es verdammt kalt war, vor allem als sich Sol hinter den Horizont verabschiedete, so war es doch ein imposanter, beeindruckender Abend. Vor allem, wenn man sich dabei auch einmal ein Stück weit in unsere Ahnen hineinversetzt und überlegt, wie sie dieses imposante Schauspiel seinerzeit wohl wahrgenommen haben müssen.

 

Brennendes Rad rollt den Abhang hinab
Ein Rad wartet brennend auf seinen Lauf.

 

Osterfeuer und brennendes Rad
Oben das Feuer, das vorher noch größer brannte. Unten das Rad, das erst durch ein Gatter gestoppt wurde.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Verwandte Beiträge

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben