Sól, Vidar und der magische Winterwald

Jeden Tag fährt Sól auf ihrem Wagen über den Himmel, von den zwei Pferden Árvakr und Alsviðr gezogen. So zu lesen in der Gylfaginnîng (11):

“Da fragte Gangleri: Wie leitet er den Lauf der Sonne und des Mondes? Har antwortete: Ein Mann hieß Mundilföri, er hatte zwei Kinder. Sie waren hold und schön: da nannte er den Sohn Mond (Mani) und die Tochter Sonne (Sôl), und vermählte sie einem Manne Glenur genannt. Aber die Götter, die ihr Stolz erzürnte, nahmen die Geschwister und setzten sie an den Himmel, und hießen Sonne die Hengste führen, die den Sonnenwagen zogen, welchen die Götter, um die Welt zu erleuchten, aus den Feuerfunken geschaffen hatten, die von Muspelheim geflogen kamen. Die Hengste hießen Árvakr und Alsviðr, und unter ihren Bug setzten die Götter zwei Blasebälge um sie abzukühlen, und in einigen Liedern heißen sie Eisenkühle.”

 

Vidar  (altnord. víðr = Wald und arr = Krieger; „Krieger des Waldes“, andere übersetzen in „der weithin Herrschende”) hingegen, Gott des Waldes, der Stille und der Rache ist ein Sohn Odins und der Riesin Grid. Er trägt in der Dichtung den Beinamen “Der schweigsame Ase” und ist einer der wenigen, die Ragnarök überleben. Nach Thor der stärkste Ase, rächt er an Ragnarök Odins Tod, indem er dem Fenriswolf das Maul entzweireißt. (Lied von Wafthrudnir., 53)

 

Winterwald mit Runen

 

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