Musik: „Helvegen“ von Wardruna

Die meisten Menschen, die sich in heidnischen Kreisen bewegen, sich mit dem alten Glauben, der firnen Sitte beschäftigen, sich Asatru nennen und dieses bewusst leben, kennen Wardruna. Jene Musikgruppe aus Norwegen, die es wie kaum eine andere “Band” dieses Genres versteht, die Mystik, den Glauben und die Schönheit der Götter, der Runen und der Geschichte unserer Ahnen zu vertonen. Gespielt auf alten Instrumenten, erzeugen Einar Selvik, Gaahl und Lindy Fay Hella eine einmalige Atmosphäre, die gerade auf Kopfhörern gehört, zu imposanten Erlebnissen führen kann.
Es gibt viele wundervolle Lieder auf den bisher erschienenen drei Alben. Auf die Schnelle seien Hagal, Løyndomsriss, Heimta Thurs, Rotlaust tre fell, NaudiR, AnsuR, Solringen, Helvegen, Tyr, UruR, Raido und Odal genannt.
Mit “Helvegen” hat die Gruppe sicherlich das bislang beeindruckendste und berührendste Lied erschaffen, das auch mir stets sehr nahe geht. Umso mehr war ich daran interessiert zu erfahren, was der Text auf Deutsch bedeutet. Die Übersetzungsfunde im Internet waren teils widersprüchlich und oft in Google-Translate-Qualität. Daher habe ich mich bemüht, selbst eine gute deutsche Übersetzung hinzubekommen.

Aber lest (und hört am besten dazu) selbst.

 

Wald mit Nebelschwaden

 

“Helvegen” – Der Weg zu Hel

Wer soll mir singen
in den Todesschlaf mich einschlingen
wenn ich den Weg zu Hel beschreite
und die Spuren denen ich folge
sind kalt, so kalt

Ich suchte die Lieder
Ich entsand die Lieder
als der tiefste Brunnen
mir Tropfen gab, so mächtige
von Walvaters Pfand

All das weiß ich, Odin
wo du dein Auge verbargst

Wer soll mir singen
in den Todesschlaf mich einschlingen
wenn ich den Weg zu Hel beschreite
und die Spuren denen ich folge
sind kalt, so kalt

Früh oder am Ende des Tages
weiß doch der Rabe wenn ich falle

Wenn du stehst an den Toren zu Hel
und wenn du dich losreißen musst
will ich dir folgen
über die Brücke Gjöll mit meinem Lied.

Du wirst frei von den Fesseln, die dich binden
Du bist frei von den Fesseln, die dich hielten

Gesang am Ende des Liedes: Verse aus der Hávamál (76-77):

Vieh stirbt
Verwandte sterben
man selbst stirbt ebenso;
doch Name
stirbt nicht
dem der sich guten erwirbt

Vieh stirbt
Verwandte sterben
man selbst stirbt ebenso;
Ich weiß eines
das nicht stirbt:
das Urteil über die Toten

 

 

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